Bildungsminister Fernando Alexandre erklärte in einer parlamentarischen Anhörung, dass die Regierung keinen Bericht über das Pilotprojekt zur Digitalisierung der Philosophieprüfungen aus dem letzten Jahr besitzt. Alexandre machte den ehemaligen Präsidenten der Nationalen Prüfungskommission dafür verantwortlich, dass nie eine formelle Bewertung vorgelegt wurde.
Der Minister gab zu, nicht über die während des Pilotprojekts festgestellten "schwerwiegenden Fehler" informiert worden zu sein und dass er auch keinen Bericht angefordert habe. Diese Erklärung verstärkte die Kritik der Opposition und von Bildungsexperten an der Verallgemeinerung des digitalen Modells, trotz berichteter technischer Probleme wie "verschwindende Prüfungen" und vertauschte Antworten.
Der ehemalige Präsident der Nationalen Prüfungskommission, Luís Duque de Almeida, stellte die Grundlage für die Verallgemeinerung des Modells in Frage und erklärte, der Minister habe nie eine Bewertung verlangt. Alexandre verteidigte jedoch den Prozess als im Einklang mit internationalen Trends stehend und versicherte, dass "kein Schüler geschädigt wird", trotz Verzögerungen bei der Veröffentlichung der Noten.




