Flávio Bolsonaro hat einen Brief veröffentlicht, in dem er die brasilianische Präsidentschaftswahl anfechtet und sich als "wahren gewählten Präsidenten" bezeichnet. Der Text dient vor allem der politischen Mobilisierung der Opposition, ohne konkrete Belege für Wahlbetrug vorzulegen.
Die amtlichen Ergebnisse weisen Lula mit 64.256.232 Stimmen (51,79 % der gültigen Stimmen) als Wiedergewählten aus, gegenüber 59.826.041 (48,21 %) für Flávio Bolsonaro, ein Abstand von rund 4,4 Millionen Stimmen. Internationale Beobachter, darunter das Carter Center, lobten die Organisation der Wahl.
In dem Schreiben ist von politischer Verfolgung und Angriffen auf das Oberste Gericht und das Wahlgericht die Rede, ohne jedoch konkrete Entscheidungen oder technische Befunde zu nennen, die die behaupteten Unregelmäßigkeiten stützen.