Ein Meinungsbeitrag in Funchal Notícias hinterfragt die Lobreden des ehemaligen Präsidenten Marcelo Rebelo de Sousa auf den Nationalen Gesundheitsdienst (SNS) und das Nationale Institut für medizinische Notfälle (INEM).
Laut dem Autor klingen diese Lobreden wie ein Witz im Vergleich zur Realität, mit der gewöhnliche Bürger konfrontiert sind: lange Wartezeiten, überlastete Notaufnahmen und erschöpfte Teams. Die Kritik weist darauf hin, dass das portugiesische Gesundheitssystem, obwohl es engagierte Fachkräfte hat, nur dann vorbildlich zu funktionieren scheint, wenn wichtige Persönlichkeiten behandelt werden, was für den einfachen Bürger einer "klinischen Lotterie" gleichkommt.
Der Text legt nahe, dass Anerkennung und Applaus die notwendigen Investitionen in Ressourcen, Personal und Dienstleistungsumstrukturierung ersetzen. Die "Resilienz" und "Hingabe" der Fachkräfte werden gelobt, anstatt strukturelle Probleme zu lösen, was für den Autor ein Versäumnis in der Planung und der politischen Handlungsfähigkeit darstellt. Der Artikel schließt, dass das Land sich daran gewöhnt hat, das Außergewöhnliche als normal für das Funktionieren der öffentlichen Gesundheit zu betrachten.

