Die Ärztekammer (OM) hat 11 Gebiete in Portugal identifiziert, die Schwierigkeiten bei der Ansiedlung von Ärzten haben, darunter auch Madeira. Diese Initiative soll "stückwerkartigen, temporären und reaktiven Maßnahmen" entgegenwirken.
Die von Präsident Carlos Cortes koordinierte Studie schlägt eine Reihe von Vorschlägen vor, um diese Realität umzukehren. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören Protokolle zwischen dem Gesundheitsministerium und den Gemeinden, um "minimale materielle Bedingungen" zu gewährleisten, wie z. B. Zugang zu bezahlbarem Wohnraum, lokale Steuervorteile und Zugang zu Kultur- und Sporteinrichtungen. Die OM befürwortet auch die Unterstützung bei der beruflichen Integration von Ehepartnern von Ärzten.
Darüber hinaus schlägt das Dokument die Schaffung von reservierten Stellen für Ärzte aus dem Landesinneren in Weiterbildungsprogrammen und Praktika vor, die mit spezifischen Mitteln finanziert werden. Praktikumsstellen in Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte sollten einen differenzierten Status mit verbesserter curricularen und vergütungstechnischen Bewertung sowie günstigeren Entscheidungsregeln erhalten. Die Studie kritisiert das derzeitige Bewertungsmodell für Gesundheitseinrichtungen im Landesinneren, da es deren Besonderheiten ignoriert, und fordert mehr Managementautonomie für die lokalen Gesundheitseinheiten in diesen Regionen.