Die Koordinatorin des Projekts LIFE Natura@night und von SPEA-BirdLife Madeira, Cátia Gouveia, präsentierte die Ergebnisse der Initiative auf der 4. World Seabird Conference, die vom 7. bis 11. September in Hobart, Tasmanien, stattfand.
Das Projekt konzentriert sich auf die Reduzierung der Auswirkungen von Lichtverschmutzung auf Seevögel, eine Erfahrung, die von den Archipelen Madeira, Azoren und Kanarische Inseln geteilt wird. Cátia Gouveia betonte, dass Lichtverschmutzung eine erhebliche Bedrohung darstellt, da sie junge Vögel desorientiert und in städtische Gebiete lockt, wo sie Unfällen und anderen Gefahren ausgesetzt sind. In Makaronesien werden jährlich über 10.200 Seevögel aufgrund von Desorientierung durch künstliche Beleuchtung gerettet.
Das Projekt hat gezeigt, dass Lichtverschmutzung ein reales Problem mit Lösungen ist. Zwischen 2022 und 2025 wurden 715 Leuchten durch Lösungen mit geringerer Lichtwirkung ersetzt, was in einigen Gemeinden Energieeinsparungen von bis zu 60 % erzielte. Die Teilnahme an der Konferenz zielt darauf ab, die Stimme Madeiras und Makaronesiens auf eine internationale Bühne zu bringen und zur globalen Debatte über den Schutz von Seevögeln und die Suche nach neuen, naturschonenden Beleuchtungsmethoden beizutragen.
