Rui Alexandre Castanho, Botschafter des Europäischen Klimapakts für Portugal, plädierte dafür, dass Inseln als "lebende Labore" für die Erprobung von Lösungen für den Klimawandel dienen können. Diese Idee wurde auf einer Tagung zur Klimaregierung in Insellandschaften vorgestellt, die in Zusammenarbeit mit PAN Madeira organisiert wurde.
Castanho betonte die Bedeutung der Zusammenführung von Wissenschaft, Institutionen, politischen Entscheidungsträgern und der Zivilgesellschaft zur Identifizierung von Problemen und zur Entwicklung von Lösungsansätzen. Er erklärte, dass das Ziel darin bestehe, "potenzielle Lösungen" zu entwickeln, die auf höhere Entscheidungsebenen, einschließlich der europäischen und internationalen, übertragen werden können.
Der Forscher warnte, dass der Klimawandel keine Grenzen kenne, betonte jedoch die Notwendigkeit von auf regionale und lokale Besonderheiten zugeschnittenen Lösungen. Für Madeira nannte er die Anfälligkeit für Überschwemmungen und Brände und sprach sich für eine stärkere Fokussierung auf Prävention und Minderung aus. Er mahnte, dass wissenschaftliche Empfehlungen besser in politischen Entscheidungen und Raumplanung berücksichtigt werden sollten.