Der Bürgermeister von Funchal, Jorge Carvalho, hat seine Absicht bekräftigt, eine Gemeindepolizei einzurichten, und fordert, dass deren Beamte eine Polizeiausbildung erhalten, idealerweise an denselben Schulen, die auch die öffentliche Sicherheitspolizei (PSP) ausbilden. Carvalho bestätigte laufende Gespräche zur Änderung der Gesetzgebung, die derzeit solche Kräfte auf Lissabon und Porto beschränkt, damit die Hauptstädte der autonomen Regionen Madeira und Azoren über Polizeibefugnisse verfügende Einheiten erhalten können.
Sollten die Gesetzesänderungen, die die Zustimmung der nationalen Regierung und des Parlaments erfordern, nicht erreicht werden, wird die Stadtverwaltung von Funchal versuchen, das Projekt im bestehenden Rechtsrahmen umzusetzen. Der Plan sieht vor, dass die Gemeinde die Rekrutierung und Ausbildung finanziert, um sicherzustellen, dass die Beamten verschiedene Situationen ohne sofortiges Eingreifen der PSP bewältigen können. Die geschätzten jährlichen Kosten für die Stadtverwaltung belaufen sich auf eine Million Euro.
Stadtrat Rui Caetano (PS) bezeichnete die Initiative, die bereits zuvor vorgeschlagen wurde, als "lange überfällig" und betonte die Bedeutung von Glaubwürdigkeit und Koordination mit der PSP und den Videoüberwachungssystemen. Der unabhängige Stadtrat Luís Filipe Santos stellte das Konzept einer "leichten Polizei" und deren beabsichtigte Kompetenzen sowie die Zukunft der städtischen Inspektoren in Frage.




