Die Lehrergewerkschaft von Madeira (SPM) hat gewarnt, dass etwa hundert Lehrer die Insel in Richtung Festland verlassen werden, was den bereits spürbaren Lehrermangel für das kommende Schuljahr verschärfen wird. Francisco Oliveira, Präsident der SPM, wies darauf hin, dass zu diesen Abgängen etwa 150 in den Ruhestand gehende Lehrer hinzukommen.
Oliveira kritisierte die mangelnde Offenheit des Regionalen Bildungssekretariats bei der Erfüllung früherer Versprechen und im Dialog und deutete eine Verschärfung der gewerkschaftlichen Maßnahmen zu Beginn des Schuljahres an. Die Gewerkschaft äußerte sich auch unzufrieden über den längeren Schulkalender Madeiras im Vergleich zum Festland, der bereits zu Streiks geführt hat und weitere Maßnahmen auslösen könnte.
Der Gewerkschaftsführer hob einen "exponentiellen Anstieg" des Lehrermangels hervor und führte einige Abgänge auf die Enttäuschung über unerfüllte Versprechen, wie die Anrechnung von Dienstzeiten, zurück. Er nannte auch eine Zunahme von Langzeiterkrankungen und das Fehlen neuer Berufseinsteiger in den Lehrberuf als Faktoren, die die "Reserve" an Lehrern in der Region erschöpfen.




