Die Notwendigkeit, die Bindungen zwischen Madeira und seiner Diaspora zu stärken, mit Fokus auf die Einbeziehung neuer Generationen und die Steigerung von Investitionen, war ein zentrales Thema beim Madeira Global Forum. Die Veranstaltung zielte darauf ab, portugiesische Gemeinschaften in ein strategisches Netzwerk für die wirtschaftliche Entwicklung der Insel zu verwandeln.
Vertreter der Regionalregierungen von Madeira und den Azoren sowie der Staatssekretär für portugiesische Gemeinschaften betonten die historische Rolle der madeirischen Gemeinschaften bei der Entwicklung der Region, nicht nur durch Überweisungen, sondern auch durch Investitionen und Unternehmertum. Die Hauptaufgabe besteht nun darin, die zweite und dritte Generation zu gewinnen, ein Zugehörigkeitsgefühl zu fördern und bürgerschaftliches sowie politisches Engagement zu ermutigen.
Der Staatssekretär für portugiesische Gemeinschaften hob die Arbeitsmoral und Widerstandsfähigkeit der Auswanderer hervor und betrachtete sie als strategisches Kapital. Er plädierte für eine neue Beziehung, die auf wirtschaftlicher Zusammenarbeit basiert, mit dem Ziel, eine "portugiesische Wirtschaftsgemeinschaft" zu konsolidieren, um Investitionen zu fördern und Wohlstand zu schaffen. Er wies auch auf das wachsende Interesse der jüngeren Generationen hin, ihre Ursprünge wiederzuentdecken, ein Interesse, das genutzt werden sollte, um die Verbindungen nach Portugal zu stärken, insbesondere in Kontexten wie Venezuela.
Die geografischen, sektoralen und generationenbedingten Herausforderungen der Diaspora wurden erörtert, wobei anerkannt wurde, dass die heutige Diaspora globalisierter und vielfältiger ist. Neue Strategien zur Bewältigung dieser Herausforderungen wurden befürwortet, ebenso wie die Schaffung besserer Bedingungen für Investitionen in den Herkunftsregionen und die Bewahrung der kulturellen und sprachlichen Identität bei den Nachkommen von Auswanderern.




