Die Sozialistische Partei Madeiras (PS-M) hat die dringende Schaffung einer gesetzlichen Lösung gefordert, um lokale Fischereitraditionen zu schützen und die Beschlagnahmung von Fisch für den Eigenverbrauch zu beenden. Parteivorsitzende Célia Pessegueiro traf sich mit Fischern in Caniçal, um die Situation zu erörtern, und reagierte damit auf jüngste Beschlagnahmungen von getrocknetem 'gaiado'.
Pessegueiro forderte die Regionalregierung auf, Verantwortung zu übernehmen, und schlug die Schaffung gesetzlicher Ausnahmeregelungen vor, um sowohl Fischer als auch Kontrollbehörden zu schützen. Die sozialistische Vorsitzende betonte, dass die aktuelle Gesetzgebung die Fischereigemeinschaft schädigt und die Behörden in eine unangenehme Lage bringt. Sie plädierte für proaktive Maßnahmen der Regionalregierung, sei es durch spezifische Vorschriften oder durch Einflussnahme auf EU-Ebene.
Die PS-M strebt eine zukünftige Klärung an, die über den spezifischen 'gaiado'-Fall hinausgeht und das Problem des Fisches für den Familienverbrauch, oft als „Eimerfisch“ bezeichnet, angeht. Zu den Vorschlägen gehören die Überprüfung der Anrechnung von Fisch für den Eigenverbrauch auf die Fangquoten und die Schaffung eines Ausnahmeregimes für tief verwurzelte madeirische Kulturpraktiken wie den Verzehr von getrocknetem 'gaiado' bei Festen. Pessegueiro zog eine Parallele zur Notwendigkeit, diese Tradition mit besonderer Ausnahme zu behandeln, ähnlich wie die Hausschlachtung von Schweinen für den Eigenverbrauch, und hob den gemeinschaftlichen und solidarischen Aspekt dieser Praxis in Caniçal hervor.
