Die Regionalregierung von Madeira kündigte an, dass etwa 30 medizinisch entlassungsfähige Patienten, die derzeit Betten in den Krankenhäusern Dr. Nélio Mendonça und Marmeleiros belegen, ab dieser Woche in private soziale Solidaritätseinrichtungen (IPSS) verlegt werden. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Druck auf die Gesundheitseinheiten zu verringern und die Absage von Operationen aufgrund von Bettenmangel zu verhindern.
Der Präsident der Regionalregierung, Miguel Albuquerque, erklärte, dass ein Krankenhausaufenthalt etwa 110 Euro pro Tag kostet, während die Kosten in IPSS bei etwa 62 Euro liegen. Die Regierung verhandelt mit den IPSS über die Bereitstellung neuer Plätze und hofft, diese 30 Personen noch in dieser Woche zu verlegen. Darüber hinaus werden bis Ende September 173 neue Pflegeheimbetten erwartet und sechs neue Heime gebaut, um die Kapazität zu erhöhen.
Weitere öffentliche Unterbringungslösungen werden vorbereitet, darunter die Anpassung der ehemaligen Schule Ponta do Parque und die Nutzung von Räumen im Gesundheitszentrum Seixal. Albuquerque wies darauf hin, dass die Zeitpläne für diese Projekte von den notwendigen administrativen und rechtlichen Verfahren abhängen.