Die parlamentarische Gruppe von CHEGA in der Assembleia da República hat einen Vorschlag eingereicht, der der portugiesischen Regierung die vorübergehende Aussetzung der Anwendung des Schengener Abkommens in Bezug auf Spanien empfiehlt. Diese Initiative folgt auf Ereignisse in Ceuta und Melilla, wo es nach dem Zusammenbruch der Grenzkontrollen zu einem massenhaften Zustrom von Migranten kam.
Laut dem für Madeira gewählten CHEGA-Abgeordneten Francisco Gomes schlägt der Vorschlag vor, dass Portugal den im Schengener Grenzkodex vorgesehenen Mechanismus aktiviert, um die Grenzkontrollen mit Spanien vorübergehend wieder einzuführen. Diese Maßnahme würde bis zur Normalisierung der Situation an der spanisch-marokkanischen Grenze gelten.
Die Partei befürwortet auch, dass Portugal seine Besorgnis formell gegenüber den spanischen Behörden äußert und Madrid ermutigt, die Kontrolle der EU-Außengrenzen zu verstärken und die Verpflichtungen des Schengen-Raums einzuhalten. Gomes betonte, dass Freizügigkeit Verantwortung erfordert und die Sicherheit der Außengrenzen eine gemeinsame Aufgabe ist.