Auf ihrer Sitzung am 23. Juli entschied sich die Europäische Zentralbank (EZB), ihre Leitzinsen nicht zu ändern. Diese einstimmige Entscheidung wurde vom Markt erwartet. Die Präsidentin der EZB deutete jedoch an, dass einige Mitglieder eine Erhöhung in Erwägung zogen, und Analysten gehen davon aus, dass die Leitzinsen im September wieder steigen könnten.
Die Zinssätze sind seit dem 11. Juni auf dem aktuellen Niveau geblieben, als die EZB sie erstmals seit 2023 um 0,25 Prozentpunkte anhob. Der Zinssatz für die Einlagefazilität (DFR), die Hauptrefinanzierungsfazilität (MRO) und die Spitzenrefinanzierungsfazilität (MLF) liegen nun bei 2,25 %, 2,40 % bzw. 2,65 %.
Die EZB begründete die Beibehaltung der Zinssätze mit der hohen "Unsicherheit" und den noch nicht eingetretenen inflationären Auswirkungen des Energieschocks, der durch die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten verschärft wurde. Präsidentin Christine Lagarde räumte ein, dass die nächste Sitzung im September möglicherweise mehr Daten für eine mögliche Zinserhöhung liefern könnte, abhängig von der Preis- und Inflationsentwicklung.




