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Wirtschaft · Funchal · 28. August 2026

JAD Madeira weist auf Schwierigkeiten junger Menschen beim Zugang zu Wohnraum hin

JAD Madeira warnt, dass niedrige Einkommen und hohe Immobilienpreise es jungen Menschen auf der Insel erschweren, ein Haus zu kaufen oder zu mieten, was zur Auswanderung führt.

JAD Madeira weist auf Schwierigkeiten junger Menschen beim Zugang zu Wohnraum hin

Der Präsident von JAD Madeira, Gonçalo Margarido, hat auf die Schwierigkeiten hingewiesen, mit denen junge Madeirenser beim Kauf oder der Anmietung von Wohnraum auf der Insel konfrontiert sind. Diese Problematik wird durch die Diskrepanz zwischen niedrigen Einkommen und hohen Immobilienpreisen verschärft.

Margarido betonte, dass viele Studenten zwar den Wunsch haben, nach Abschluss ihres Studiums auf der Insel zu bleiben, jedoch zwingen sie der Mangel an gut bezahlten Arbeitsplätzen und die unerschwinglichen Wohnkosten viele, bessere Lebensbedingungen im Ausland zu suchen.

Angesichts eines mittleren Bankbewertungswerts von 2.598 Euro pro Quadratmeter und eines durchschnittlichen Bruttomonatsgehalts von 1.543 Euro wird der Erwerb eines Hauses zu einem fernen Ziel. Selbst wenn 30 % des Nettogehalts gespart würden, bräuchte man viele Jahre, um ein Haus von 80 bis 100 Quadratmetern zu kaufen, dessen Kosten zwischen 208.000 und 258.000 Euro liegen können.

Auch die Mietpreise werden als unverhältnismäßig angesehen, wobei eine Einzimmerwohnung (T0) in Funchal zwischen 900 und 1.000 Euro pro Monat kosten kann und eine Zweizimmerwohnung (T1) zwischen 1.100 und 1.300 Euro.

Diese Situation führt dazu, dass viele junge Menschen ihre Unabhängigkeit und die Verwirklichung eines autonomen Lebensprojekts aufschieben und bis ins 30. Lebensjahr bei ihren Eltern wohnen bleiben. JAD Madeira fordert eine sorgfältigere Verwaltung öffentlicher Mittel und mehr Investitionen in die regionale Entwicklung und hinterfragt die Prioritätensetzung bei Projekten wie dem neuen Golfplatz und dem neuen Casino. Die Organisation plädiert für die Schaffung besserer Arbeitsmöglichkeiten, höherer Gehälter und günstigerer Bedingungen für den Wohnungserwerb, da die Bindung junger Menschen für die wirtschaftliche Nachhaltigkeit und die zukünftige Entwicklung der Insel unerlässlich ist.

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