Die Partei Juntos Pelo Povo (JPP) hat die angebliche systematische Nichteinhaltung von Nutzerrechten im Regionalen Gesundheitsdienst von Madeira angeprangert. Die Partei warnt vor einer Verschlechterung der Wartelisten und einem Mangel an Überwachung bei der Einhaltung der garantierten maximalen Reaktionszeiten.
Auf einer Pressekonferenz kündigte die Vizepräsidentin der JPP-Parlamentsfraktion, Lina Pereira, an, dass die Partei formelle Fragen an die Regionalregierung, SESARAM und IASAÚDE richten werde. Ziel sei es herauszufinden, welche Antworten den Nutzern gegeben werden, wenn die gesetzlich festgelegten Fristen überschritten werden.
Lina Pereira kritisierte das mangelnde Interesse der Regionalgesundheitsministerin an Klärung und wies darauf hin, dass die jüngsten Daten die höchste Zahl von Nutzern auf Wartelisten der letzten zehn Jahre zeigen, mit über 146.000 Personen, die für Operationen, Konsultationen oder Facharztuntersuchungen überwiesen wurden.
Die JPP bedauerte, dass trotz der seit 2023 geltenden Vorschriften nur für geplante Operationen und erste Facharztkonsultationen klinische Parameter festgelegt sind, während für verschiedene Versorgungsbereiche noch keine Regelungen bestehen. Die Partei nannte Beispiele für Fachrichtungen wie Gynäkologie und Augenheilkunde mit durchschnittlichen Wartezeiten von fast hundert Tagen und für Orthopädie und Urologie bei dringenden Operationen mit durchschnittlichen Wartezeiten von etwa achtzig Tagen, weit über den gesetzlichen Fristen von sieben bzw. fünfzehn Tagen.




