Der Abgeordnete Filipe Sousa von Juntos Pelo Povo (JPP) hat in der Assembleia da República einen Gesetzentwurf zur Stärkung des Schutzes von Agrar- und Lebensmittelproduzenten vorgelegt. Die Initiative argumentiert, dass kein Landwirt gezwungen werden sollte, seine Produkte unter den effektiven Kosten zu verkaufen, und schlägt transparente schriftliche Verträge, klarere Preisgestaltungsregeln und Schutz vor Rabatten und Sonderangeboten vor.
Der Vorschlag sieht vor, dass der Nettopreis, der an die Lieferanten gezahlt wird, in jeder Transaktion der Agrar- und Lebensmittelkette nicht unter den effektiven Kosten des Produkts liegen darf. Für Kleinst- und Kleinproduzenten ist eine vereinfachte Berechnungsmethode mit einem kostenlosen standardisierten Modell und technischer Unterstützung vorgesehen. Der Gesetzentwurf berücksichtigt auch die zusätzlichen Kosten, die mit der Insellage von Madeira und den Azoren verbunden sind, wie Transport und Logistik, die in die effektiven Kosten der Produkte einfließen sollten.
Die JPP stellt klar, dass der Vorschlag keine Preise oder Handelsspannen festlegt, sondern verhindern soll, dass Produzenten unter nachweisbaren Kosten verkaufen, während die Verhandlungsfreiheit über diesem Wert erhalten bleibt. Die Maßnahme zielt darauf ab, das Machtverhältnis in der Agrar- und Lebensmittelkette neu zu gestalten und zur Nachhaltigkeit der nationalen Produktion beizutragen, unter Berücksichtigung der besonderen Herausforderungen von Inselregionen.