Eine neunjährige wissenschaftliche Studie des Madeira Oceanic Observatory hat ergeben, dass künstliche Riffe, die durch das Versenken von Schiffen auf Madeira und Porto Santo geschaffen wurden, zur Meeresbiodiversität beitragen, jedoch die ökologischen Funktionen natürlicher Riffe nicht nachbilden.
Forscher Pedro Neves erklärte, dass die vorhandenen Arten zwar in einigen Fällen ähnlich sind, die ökologischen Funktionen jedoch nicht vollständig reproduziert werden. Künstliche Riffe, wie die aus den Korvetten Afonso Cerqueira und General Pereira d'Eça geschaffenen, sind wichtig für den Tourismus und die lokale Wirtschaft, sollten aber nicht als Ersatz für natürliche Riffe betrachtet werden.
Auf Madeira waren die Unterschiede zwischen natürlichen und künstlichen Riffen weniger ausgeprägt, wobei die künstlichen als Erweiterung bestehender Lebensräume dienten. Auf Porto Santo waren die Unterschiede deutlicher, wobei das künstliche Riff eine hohe funktionale Vielfalt aufwies, insbesondere im Vergleich zu natürlichen Riffen unter Fischereidruck. Es wurden 52 Fischarten registriert, darunter Raubfische und für den Naturschutz wichtige Arten wie Zackenbarsch und Wrackbarsch.
Die Studie betont die Notwendigkeit, natürliche Lebensräume weiterhin zu schützen und Mosaike von Schutzgebieten mit unterschiedlichen Meeresbodenarten zu schaffen, um die regionale Biodiversität umfassend zu erhalten.