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Politik · Funchal · 2. August 2026

Madeiras Nachhaltigkeitszertifizierung stößt auf Kritik der Opposition

Die Opposition stellt die Gültigkeit von Madeiras Nachhaltigkeitsindikatoren für den Tourismus in Frage und spricht von einem künstlichen Image und selektiven Kriterien.

Madeiras jüngste Zertifizierung als nachhaltiges Tourismusziel hat eine politische Debatte in der Autonomen Region ausgelöst. Die sozialistische Abgeordnete Sílvia Sousa Silva kritisierte die Regionalregierung dafür, ein Image internationaler Führerschaft im Bereich Nachhaltigkeit zu fördern, das auf Kriterien beruhe, die sie als selektiv und realitätsfern erachte.

Die Kritik konzentriert sich auf Indikatoren wie die Abfallwirtschaft, bei der die Deponierungsrate pro Person nicht die tatsächliche Effizienz widerspiegele, sowie auf die Methodik der externen Bewertung, die möglicherweise nicht repräsentativ sei. Bedenken hinsichtlich der Wasserqualität an Badestränden und konkrete Probleme wie Abfallansammlungen auf Wanderwegen wurden ebenfalls angesprochen, was im Widerspruch zum propagierten Image stehe.

Die Opposition behauptet, Nachhaltigkeit werde eher für das regionale Marketing als für die Politikgestaltung genutzt, mit einer übermäßigen Abhängigkeit vom Tourismus. Die Regionalregierung verteidigt hingegen die Robustheit des Zertifizierungsprozesses und die umgesetzten Maßnahmen.

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