Die Regionalregierung von Madeira hat die Schaffung einer Sonderlaufbahn für Juristen im regionalen öffentlichen Dienst abgelehnt. Laut einer Stellungnahme der Regionaldirektion für öffentliche Verwaltung werden die von diesen Juristen ausgeübten Funktionen als mit der allgemeinen Laufbahn für leitende Techniker vereinbar angesehen.
Der Vorschlag für eine Sonderlaufbahn, der von der Bewegung der Juristen des öffentlichen Dienstes vorgelegt wurde, nannte hohe Verantwortung, technische Autonomie und die Notwendigkeit eines Jurastudiums für Aufgaben wie Rechtsberatung, öffentliche Auftragsvergabe und Normenentwurf. Die Regionaldirektion argumentiert jedoch, dass diese Aspekte keine separate Laufbahn rechtfertigen, da sie weitgehend der allgemeinen Funktion eines leitenden Technikers entsprechen.
Die Juristenbewegung bestreitet diese Einschätzung und weist auf "Lücken, unzureichende Begründungen und Widersprüche" in dem Gutachten hin. Sie argumentieren, dass die Aufgaben von Juristen "eigene, dauerhafte und differenzierte Merkmale" aufweisen, die eine Sonderlaufbahn rechtfertigen könnten. Die Regionaldirektion wies darauf hin, dass die Reformen des öffentlichen Dienstes darauf abzielten, Laufbahnen zu vereinfachen und Kosten zu senken, wobei Sonderlaufbahnen für Ausnahmefälle reserviert blieben, in denen eine allgemeine Eingliederung nicht möglich sei.