Der ehemalige Präsident der Regionalregierung, Alberto João Jardim, hat die vom Regionalsekretär Eduardo Jesus befürwortete Tourismusstrategie kritisiert. Jesus schlug eine Phase der Konsolidierung des Tourismuswachstums vor, die sich auf die Wertschöpfung statt auf eine signifikante Steigerung der Besucherzahlen konzentriert.
Jardim hinterfragte Madeiras Abhängigkeit vom Tourismussektor und warnte vor den sozialen und ökologischen Folgen des aktuellen Modells. Er bestritt die Vorstellung eines "Plateaus" bei den Übernachtungszahlen und argumentierte, dass die Entwicklung des Tourismus nicht allein nach wirtschaftlichen Indikatoren bewertet werden dürfe. Der ehemalige Beamte betonte, dass die Tourismusentwicklung die Auswirkungen auf Einwohner, Territorium und Umwelt berücksichtigen müsse, und kritisierte Bemühungen, neue Märkte zu erschließen und den touristischen Druck zu erhöhen.
