Die Partei Chega Madeira hat die Frage des Zugangs von Einwanderern zu Wohnungen der Investimentos Habitacionais da Madeira (IHM) aufgeworfen und die Anwesenheit von „von Einwanderern, meist aus dem indischen Subkontinent, bewohnten Wohneinheiten“ in Gebieten wie Santo Amaro und Santa Quitéria in Funchal behauptet.
Laut Parteiführer Hugo Nunes „muss Sozialwohnung denen dienen, die hier leben, arbeiten und das Gesetz respektieren“. Die nationale Gesetzgebung, insbesondere das Gesetz Nr. 81/2014, legt fest, dass Staatsbürger und Ausländer mit gültigen Aufenthaltsgenehmigungen Zugang zu unterstützten Wohnungen haben können, sofern sie die übrigen gesetzlichen Bedingungen erfüllen.
Die Gesetzgebung nennt die Nationalität nicht als vorrangiges Kriterium, sondern konzentriert sich auf Einkommen, Alter, Behinderung, unterhaltsberechtigte Personen, Wohnsituation und Aufenthaltsdauer. Die IHM verwaltet Programme wie das für Sozialwohnungen und das für ermäßigte Mieten, bei denen die Nationalität ebenfalls kein Prioritätskriterium ist.
Chega Madeira äußerte auch die Möglichkeit von „Aneignung von öffentlichem Eigentum“, „illegaler Untervermietung“ oder unangemessener Bereitstellung von Wohnungen. Der Zugang zu Wohnraum und die Belegung einer Wohnung sind jedoch unterschiedliche Angelegenheiten, und die Vorschriften der IHM verbieten ausdrücklich die Untervermietung und verlangen, dass die Wohnungen nur vom autorisierten Haushalt bewohnt werden.

