Die Autonome Region Madeira wurde während der Auftaktveranstaltung in Brüssel als einer der ersten 'Champions' der European Water Academy 2026 ausgezeichnet. Regionalpräsident Miguel Albuquerque bezeichnete die Auszeichnung als Ehre und erhöhte Verantwortung, die die Arbeit Madeiras repräsentiere und eine Chance biete, zur Zukunft Europas in den Bereichen Wasserresilienz, öffentliche Gesundheit und Innovation beizutragen.
Albuquerque hob die historische Beziehung Madeiras zu Wasserressourcen hervor, die angesichts des Klimawandels und der Herausforderungen im öffentlichen Gesundheitswesen von Bedeutung sei. Die Region beabsichtigt, der Akademie ein „realweltliches Ökosystem“ anzubieten, in dem Wissen, Technologie, Governance und Bürgerbeteiligung getestet werden können. Madeira ist der erste GigaSite, der im Rahmen des EU-Abwasser-Sentinel-Systems (EU4S) eingerichtet wurde und als lebendiges Labor dient.
Der Beitrag Madeiras zur European Water Academy konzentriert sich auf vier Kompetenzentwicklungsbereiche. Dazu gehören das Projekt 'GEMS of Water – Levadas of Madeira', das Bürgerwissenschaften zur Charakterisierung des historischen Levada-Wassersystems nutzt, sowie angewandte Intelligenz bei der Wassernutzung durch fortschrittliche Bioanalytik und Sensoren. Die Überwachung von Abwasser für die öffentliche Gesundheit ist ein weiterer wichtiger Bereich, mit Plänen für eine praktische Schulungsumgebung für Überwachungssysteme und Demonstrationsprojekte in neuen Krankenhauseinrichtungen.