Der persönliche Nachlass und die Bibliothek des madeirischen Dichters Herberto Helder, deren Erwerb die Regionalregierung Madeiras 2019 angekündigt hatte, wurden schließlich zwischen Porto und Lissabon aufgeteilt.
Damals kündigte die Regionalsekretärin für Tourismus und Kultur, Paula Cabaço, die Absicht der Exekutive an, den Nachlass mit Hunderten von Werken für das Zentrum für Atlantische Geschichtsstudien zu erwerben. Der Handel mit der Familie kam jedoch nicht zustande.
Die persönliche Sammlung des Autors mit rund achttausend Bänden und Übersetzungen befindet sich nun in der Bibliothek Palácio Galveias in Lissabon, in einem ihm gewidmeten Raum. Über zweitausend Dokumente und Bilder aus seinem literarischen Nachlass wurden mit Unterstützung der Calouste Gulbenkian Stiftung digitalisiert und in der Bibliothek der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Porto zugänglich gemacht.
Auf Madeira verbleiben lediglich öffentliche Ehrungen, wie schlecht erhaltene Gedenktafeln, was zu Frustration in der madeirischen Kulturgemeinschaft über unerfüllte Versprechen führt.