Die Vorstellung, dass die Entsalzungsanlage von Porto Santo zu den drei ersten der Welt gehörte, wird häufig verbreitet, doch eine genauere Untersuchung legt eine komplexere historische Realität nahe.
Obwohl die Meerwasserentsalzung eine alte Praxis ist und Destillationsanlagen bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen, zeichnete sich die Anlage von Porto Santo durch die Einführung einer für ihre Zeit innovativen Technologie aus: der Umkehrosmose. Diese Methode, bei der Wasser unter hohem Druck durch Membranen gepresst wird, um Salze zurückzuhalten, unterscheidet sich von vorherrschenden thermischen Verfahren.
Dokumentation von ARM – Águas e Resíduos da Madeira besagt, dass die Anlage eine der ersten industriellen Meerwasserentsalzungsanlagen mittels Umkehrosmose weltweit und die erste in Europa war. Bei ihrer Inbetriebnahme im Jahr 1980 gab es weltweit nur fünf vergleichbare Industrieanlagen. Einige offizielle Quellen erwähnen, dass sie "eine der ersten drei globalen Anlagen war, die die Umkehrosmose-Technologie einführten", eine präzisere Formulierung, obwohl die internationale Literatur auf frühere oder zeitgleiche Installationen an anderen Orten hinweist.




