Die Liberale Initiative (IL) auf Madeira hat kritisiert, wie die Regionalregierung den Prozess zur Festlegung des regionalen Mindestlohns für 2027 gehandhabt hat. Laut der Partei erfolgte die Ankündigung eines Betrags von 1.050 Euro durch den Wirtschaftsminister und den Exekutivpräsidenten ohne vorherige Konsultation der Sozialpartner und noch vor der Festlegung des nationalen Mindestlohns.
Die Partei betont, dass keine Konsultation mit dem Wirtschafts- und Sozialkonzertationsrat der Autonomen Region Madeira stattgefunden hat und auch keine Arbeitgeber- und Gewerkschaftsorganisationen angehört wurden, was ihrer Meinung nach gegen den Arbeitskodex verstößt. Die IL vertritt die Ansicht, dass Lohnaufwertungen eine wichtige Angelegenheit sind, die nicht allein durch politische Ankündigungen entschieden werden sollte, und fordert eine öffentliche Klärung der Entscheidung und des Grundes für die Nichtbeachtung des rechtlichen Konsultationsverfahrens.
Die IL hält es auch für problematisch, dass die Regionalregierung eine politische Einigung zwischen PSD und CDS-PP anführt, um den angekündigten Wert zu rechtfertigen, und argumentiert, dass eine Parteieneinigung die soziale Konzertierung nicht ersetzt. Die Partei befürwortet, dass die Festlegung des regionalen Mindestlohns Teil einer breiteren Wirtschaftspolitik sein sollte, die auf die Steigerung der Produktivität und die Schaffung qualifizierter, gut bezahlter Arbeitsplätze abzielt.